Ich hab’ ihn immer noch nicht satt, den Schnee
Ich habe ihn immer noch nicht satt, den Schnee. Seit Wochen stapfen wir jetzt durch tiefen Schnee, teilweise fühle ich mich wie ein menschlicher Schneepflug.
Für die kleine Runde hinter dem Haus, 30 Minuten lang habe ich mir zusammen mit unserem Hund Moritz einen Pfad ausgetrampelt und der wird immer tiefer. Unser Hofgrundstück ist von Gängen durchzogen, 50 cm hoch liegt der Schnee. Im Kaninchenauslauf dürfen die Kaninchen bald nicht mehr raus, da der Zaun einfach nicht mehr hoch genug ist und sie demnäxt rüberspringen können. Das Dach ist weiß, teilweise lassen sich die Dachflächenfenster nicht mehr öffnen.
Für Bewohner höherer Gefilde ist das wahrscheinlich jeden Winter Alltag, für mich ist es eine kleine Sensation. Ich streichle den Schnee, der langsam hochwächst beim Vorübergehen. Ich schaue mir die unterschiedliche Beschaffenheit der Schneeflocken an, mal sind sie klitzeklein, aber die letzte Schicht hat fast kleine Schneesterne zur Erde geschickt. Und so glitzern sie weiss und wunderschön oben auf all dem, was sie bedecken. Da es bei uns so gut wie keinen Autoverkehr gibt, bleibt es weiß und wir haben wundervolles Weiß, wohin auch immer der Blick schweift. Die Bäume schütteln immer wieder etwas ab, von dem Gewicht in den kleinen Antauphasen. Gestern hat meine Tochter gesagt, sie findet die weißen Tupfer auf den Bäumen so schön, die sich dort bilden wo Astansätze sind.
Ich erinnere mich an Winter in meiner Kindheit, die auch hier in der Region stattgefunden hat, in denen wir Schneehöhlen bauten, und dachte immer, meine Erinnerung müßte trügen. Hat sie aber nicht und wie gesagt, ich habe ihn immer noch nicht satt, den Schnee…….
barbara kenner
Am 29. April 2010 um 11:48 Uhr
Hallo Frau kenner, ja da bin ich ganz Ihrer Meinung!!
Der Schnee diesen Winter war etwas für meine schneehungrige Seele!!
)
Ich genoß ihn–bis zum “verschmelzen”!!
Da können wir den mit “Krachen” kommenden Frühling doppelt genießen!
_bis zum nächsten Mal!!
))