Warum ich die sommerlichen Musiktage in Hitzacker so liebe….
2. August 2010
Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das erste Mal zu Besuch war in Hitzacker auf den sommerlichen – ich hatte meine frisch erwachte Neigung zu klassischer Musik gefunden und entdeckt, dass es dieses Festival ganz in unserer Nähe gibt. Also mal hin. Völlig unwissend, was mich da erwarten würde. Ich weiß auch nicht mehr, was es war, nur dass ich einigermaßen überfordert da saß, mich sehr allein fühlte und nicht so recht wußte, ob ich das nun mochte oder nicht. Dazu war ich mit einem Abstand von 20 Jahren eine der jüngeren Konzertbesucherinnen und so jung war ich auch nicht mehr – im halbleeren Saal….
Das hat sich gewandelt. Mittlerweile gehöre ich zu den größten Fans dieser Veranstaltung. Die Säle sind voll und das Publikum geht von ganz jung bis ganz alt, eine wunderbare Mischung aus Musikkennern und Menschen, die einfach Freude an der Musik haben. Mit Vergnügen erinnere ich mich an einen Abend mit einem für mich sehr schwer hörbaren Werk von Benjamin Britten, bei dem es um die Entstehung der Erde ging, als ich auf einmal da saß und sie sah, die kochende Erde, die Verwerfung der Erdschichten, die sich übereinanderschoben, farbige Bilder, ausgelöst durch Musik. Und dieses wunderbare Stück – ich glaube, es war von John Cage, bi
n aber nicht mehr sicher, in dem die Sängerin in einem wunderbaren roten Abendkleid die Bühne betrat, sich in eine Badewanne setzte und eine Gießkanne über sich ausleerte. Danach biß sie von einem Apfel ab und sang mit diesem Stück Apfel im Mund. Wie haben wir als Publikum reagiert ? Empörung gab es, Ratlosigkeit und dann eine alles umfassende Heiterkeit, ein herzhaftes Lachen im Konzertsaal. Und genau dass ist es was ich an den Musiktagen so mag ! Klassik und Lachen, Klassik und Konzerte draußen ! Singer pur, diese wunderbare Gruppe, die deutsche Volkslieder vom braunen Muff befreit und zu wundervollen kleinen Freuden verändert und mich wieder mit Vergnügen auf unsere musikalischen Traditionen sehen lässt. Dieses Jahr war ich beim abendlichen Eröffnungskonzert, via nova percussion group, ich bin ja nicht so sehr der Fan
der Schlaginstrumente, aber ich war hingerissen. So viel Leben, so viel Freude, so viele Überraschungen für mein Ohr und das Auge, es hat einfach wirklich Spaß gemacht.
Und ich freue mich auf die kommenden Konzerte der Woche. Ein Abend mit Schubert und einmal den finnischen Schreichor Huutajat kombiniert mit einem Mundharmonikaquartett namens Sväng….Leider schaffe ich es nicht, mal alle zu hören, aber die, die ich mitmache wirken lange nach.
gten Plan angefangen. Ich habe mich am Anfang des Weges aussetzen lassen und bin – natürlich mit dem Hund so lange gewandert, wie ich konnte. In Hitzacker habe ich angefangen, kleines Fachwerkstädtchen, nett, familiär. Dann geht es sehr schnell in die Elbhöhen, hinter Hitzacker gibt es nämlich ein Steilufer. Also hoch und wieder runter, entzückende Ausblicke bis nach Mecklenburg – Vorpommern rein, ach.
tscht sind sie leider nicht auf mir.

Wir haben gerade den Überschwemmungsaperitif getrunken. Gestern gab es bei uns ein Unwetter wie wir es noch nie gesehen haben ! . Es regnete eine Stunde wie aus Kübeln, der Regenmesser ist übergelaufen, wir wissen nicht mal wie viel es war. Der Regen ist in die Tenne eingedrungen, da waren 5 Menschen am aufwischen, vor der Tür haben 5 durchweichte Menschen mit dem Abzieher das Wasser von der Tür weggezogen, an der Strasse haben weitere 5 pitschnasse Menschen Notgräben gezogen, in den Zimmern standen weitere um das Wasser, dass sich unter den Dachziegeln über die Bleieinfassung weg gedrückt hat aufzufangen, es war unglaublich ! Die Feuerwehr fuhr vorbei um bei den 2 Dörfern in der Nachbarschaft 4 Häuser freizupumpen, bei einem stand das Wasser oberschenkelhoch !




Bei uns ist jetzt das Grün ausgebrochen, es hat zwei größere Regenfälle gegeben, gepaart mit der wunderbaren Frühlingswärme, daraufhin haben alle Pflanzen sich bemüht, Frühlingsgrün zu zeigen. Heute sind wir mit Moritz, unserem Hund auf einen längeren Spaziergangaufgebrochen zu einem wunderbaren verwunschenen Heidestückchen in den “Lissauer Bergen”, wie schön. Die Heide ist zwar noch sehr winterlich karg, aber in der Blüte wird es wirklich eine sehr entzückende Ecke.
Überhaupt entdecken wir zusammen mit Moritz immer wieder neue schöne Stellen in der Göhrde uns sind ihm sehr dankbar, dass er so viel Auslauf braucht. Gerne zeigen wir Ihnen auch einige dieser Touren. ich wünsche allen wunderbare Frühlingstage.
Wir freuen uns auf das beginnende Wachstum in der Natur und wir freuen uns auf die lebendigen und bunten Tage in unserem Haus, wenn unsere Gäste wieder Einzug halten und beginnen unsere Angebote und die Angebote der Region zu genießen.
Für die kleine Runde hinter dem Haus, 30 Minuten lang habe ich mir zusammen mit unserem Hund Moritz einen Pfad ausgetrampelt und der wird immer tiefer. Unser Hofgrundstück ist von Gängen durchzogen, 50 cm hoch liegt der Schnee. Im Kaninchenauslauf dürfen die Kaninchen bald nicht mehr raus, da der Zaun einfach nicht mehr hoch genug ist und sie demnäxt rüberspringen können. Das Dach ist weiß, teilweise lassen sich die Dachflächenfenster nicht mehr öffnen.
Für Bewohner höherer Gefilde ist das wahrscheinlich jeden Winter Alltag, für mich ist es eine kleine Sensation. Ich streichle den Schnee, der langsam hochwächst beim Vorübergehen. Ich schaue mir die unterschiedliche Beschaffenheit der Schneeflocken an, mal sind sie klitzeklein, aber die letzte Schicht hat fast kleine Schneesterne zur Erde geschickt. Und so glitzern sie weiss und wunderschön oben auf all dem, was sie bedecken. Da es bei uns so gut wie keinen Autoverkehr gibt, bleibt es weiß und wir haben wundervolles Weiß, wohin auch immer der Blick schweift. Die Bäume schütteln immer wieder etwas ab, von dem Gewicht in den kleinen Antauphasen. Gestern hat meine Tochter gesagt, sie findet die weißen Tupfer auf den Bäumen so schön, die sich dort bilden wo Astansätze sind.
Ich erinnere mich an Winter in meiner Kindheit, die auch hier in der Region stattgefunden hat, in denen wir Schneehöhlen bauten, und dachte immer, meine Erinnerung müßte trügen. Hat sie aber nicht und wie gesagt, ich habe ihn immer noch nicht satt, den Schnee…….
